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Einleitung Honduras

Obschon Honduras reich an Sehenswürdigkeiten ist, ist das Land bis heute vom internationalen Tourismus größtenteils verschont geblieben. Die touristische Infrastruktur ist noch nicht so weit entwickelt wie in anderen lateinamerikanischen Ländern. Kleinere Unannehmlichkeiten werden interessierte und tolerante Besucher jedoch nicht von einer Hondurasreise abhalten: Berge mit sattgrünen Pinienwäldern, faszinierende Maya-Tempel, der größte noch intakte Regenwald Zentralamerikas, verträumte Buchten mit zauberhaften Stränden, Mangrovensümpfe und Korallenriffe bieten ein äußerst kontrastreiches Programm. In Honduras zählen wir nicht weniger als 107 Schutzgebiete, die wichtigsten Nationalparks können Sie mit uns besuchen. Die gastfreundliche und liebenswerte Bevölkerung empfängt Besucher mit einer interessierten Aufgeschlossenheit.

Honduras gehört der nordamerikanischen Landmasse an, welche vor ca. 3 Millionen Jahren durch das Entstehen der mittelamerikanischen Landbrücke mit dem südlichen Subkontinent verbunden wurde. Durch den Austausch der Nördlichen und der Südlichen Flora und Fauna zwischen den Kontinenten entstand eine besonders reichhaltige Zusammensetzung der Biodiversität: Auf ca. 1 % der Landmasse der Erde befinden sich 10 % aller Tier - und Pflanzenarten. Neben der natürlichen Artenvielfalt, die sich häufig erst bei genauerem Hinsehen zeigt, findet man in Honduras Spuren der Kulturen aus Nord- sowie aus Südamerika.

Honduras ist ein Land mit außergewöhnlich vielschichtiger ethnischer Zusammensetzung, mit einer Einwohnerzahl von ca. 8 Millionen Menschen und der Fläche von 112'000 km2, die ungefähr der zweieinhalbfachen Größe der Schweiz entspricht. Spuren verschiedener alter und teilweise unbekannter Kulturen finden sich jedoch nicht nur in den Museen des Landes, sondern in den Gesichtern der verschiedenen ethnischen Gruppierungen. Honduras ist Treffpunkt der präkolumbischen Kulturen von Mesoamerika und der aus Südamerika bis nach Mittelamerika eingewanderten Völkern der Chibcha-Kultur. Copan war eine der bedeutendsten Städte der Maya. Die mächtigen bisher noch nicht vollständig erforschten Tempel und in Stein gehauenen Schriften zeugen von der hochstehenden Entwicklung der Maya. Nachfahren leben in der Umgebung von Copan sowie in Guatemala. Ein wenig weiter im Osten endet dann bereits der Einflussbereich der vor über 1'000 Jahren fortschrittlichen Maya-Zivilisation.

In der Moskitia leben vier verschiedene Völker: Die Miskitos, Tahwakas und Pech leben seit Jahrhunderten im Einklang mit dem Regenwald. Die Garifunas ließen sich vor ca. 200 Jahren vor allem an der Küste nieder. Die Indigenas erbringen auch heute noch den Beweis, dass Menschen gemeinsam mit dem Wald existieren können. Es sind übrigens keine Nachfahren der Maya, sondern sie stammen von einst aus Südamerika eingewanderten Völkern ab. Die Herkunft und die Abstammung der Indigenas der Moskitia geben den Völkerkundlern und Archäologen auch heute noch große Rätsel auf, trotz - oder gerade wegen - der jüngsten Höhlenfunde nahe der Stadt Catacamas. Weitere indigene Gruppen in Honduras sind die Xiquaces, welche den Kontakt mit der Außenwelt ablehnen.

Das Klima ist entsprechend heiß. Das Hochland ist jedoch deutlich kühler als die heißen Tiefebenen der Karibik und des Pazifik. Die abwechslungsreiche Struktur der Landschaft bietet Gelegenheit für das Kennenlernen der unterschiedlichsten tropischen Lebensräume. Im Laufe der Zeit breiteten sich Tier- und Pflanzenarten vom einen zum anderen Halbkontinent aus und trugen auf diese Weise zur besonders reichhaltigen Natur bei. Es ist durchaus möglich, eines Morgens im Bergregenwald vom Gesang des Quetzals geweckt zu werden, und von dort an einem Tag hinabzuwandern durch tropischen Regenwald und Mangrovensümpfe hin zum palmengesäumten Sandstrand.