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Der Westen Honduras
Die Maya prägen den westlichen Landesteil von Honduras.
Während ihrer Blütezeit befand sich eines der Zentren der Maya-Kultur
auf dem Gebiet des heutigen Copan. Die Region um diese Maya-Stadt begrenzte
nach Süden hin den Einflußbereich dieser bis ins heutige Mexiko
lebenden Kultur, den so genannte Mundo Maya. Die restaurierten Maya-Ruinen
von Copan wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Ausgrabungsfunde
und Forschungsergebnisse sowie Wissenswertes über die Maya werden
in dem kürzlich fertiggestellten Museum von Copan gezeigt.
Neben den direkten Nachfahren der Maya, den Chorti, leben im Westen von
Honduras die Lenca. Sie ließen sich ebenfalls vor langer Zeit hier
nieder. Die verschiedenen ethnischen Gruppen und die koloniale Vergangenheit
machen die westliche Landesregion zu einer vielfaeltigen und traditionsreichen
Gegend.
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Vier der höchsten Bergketten des Landes befinden sich in der Region.
Viele Orte sind nur unter großen Schwierigkeiten erreichbar. Einige
Bergregenwälder sind unzugänglich. Der höchste Berg von
Honduras befindet sich im Bergregenwald von Celaque und liegt 2,849m ü.
Meer. Viele Flüsse entspringen in einem dieser Gebirgszüge.
In ihrem Verlauf entstanden Täler, deren Fruchtbarkeit auch heute
noch die Lebensgrundlage der dort beheimateten Menschen darstellt wie
z.B. Kaffee, Mais und Viehzucht. Der grenzüberschreitende Handel
mit den Nachbarn Guatemala und El Salvador sorgt ebenfalls für Einkommen
und Arbeitsplätze. Voraussetzung dafür ist das relativ gut ausgebaute
Straßennetz, das zudem die wichtigsten Städte dieser Region
miteinander verbindet, wie Santa Rosa de Copan, La Entrada, Gracias, Ocotepeque
und Copan.
Folgt man von San Pedro Sula aus der Straße in Richtung Copan, so
geht es stetig bergauf. Entsprechend der Höhe verändert sich
auch das Klima. Die feuchte Hitze des Tieflandes weicht zunehmend warmen,
aber doch spürbar frischeren Temperaturen.
Nachts kann es auch kühl werden. Mitteleuropäische Besucher
fühlen sich darum hier sehr wohl. Sichtbares Anzeichen für den
Höhenanstieg ist die stetige Veränderung der Vegetation. In
den mittleren Lagen von Honduras dominieren die Kiefern, eine typische
Vegetationsform des nördlichen amerikanischen Kontinents. In Höhen
von ungefähr 1,500 m und höher befinden sich Bergregenwälder,
welche oft nur unter abenteuerlichen und manchmal strapaziösen Bedingungen
erreicht werden können. Eine touristische Infrastruktur ist kaum vorhanden. Die Natur ist dementsprechend wild und unberührt.
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