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Die Moskitia
Die Moskitia besteht aus zwei unterschiedlichen Landschaften: zum einen
aus den hügeligen tropischen Regenwäldern, und zum anderen aus
Kiefern- und Grassavannen. Mit der Einrichtung eines ökologischen
Korridors zwischen Nicaragua und Honduras ist ein Teil der Region unter
Naturschutz gestellt worden. Einer der grössten Flüsse Mittelamerikas,
der Rio Patuca durchquert auf seinem Weg vom honduranischen Hochland über
die fruchtbaren Täler von Guayape bis hinab zur Mündung in das
karibische Meer das grösste zusammenhängende Regenwaldgebiet
von Mittelamerika. Dabei werden drei große Naturschutzgebiete vom
Rio Patuca berührt: der Nationalpark Patuca, der Nationalpark Tawahkas-Asangni
sowie das UNESCO - Biosphären Reservat Rio Platano. Neben dem tropischen
Regenwald befinden sich weitere faszinierende Lebensräume am Rio
Patuca, wie z.B. die Mangrovensümpfe nahe der Küste, oder die
einzigartige Kiefernsavanne. Die drei Nationalparks in der honduranischen
Moskitia bieten eine wunderschöne und teils völlig unberührte
Landschaft. Die touristische Infrastruktur ist sehr einfach und rustikal.
Auch dadurch entsteht ein enger Kontakt mit den dort lebenden Menschen.
Die Schönheiten und Schwierigkeiten des einfachen, alltäglichen
Lebens in besonders abgelegenen Regionen kann auf unvergessliche und unvergleichliche
Weise kennengelernt werden.
Die gesamte Region um den Mittel- und Unterlauf des Rio Patuca nennt man
die Moskitia. Der Name entspringt nicht jenen gleichnamigen Insekten,
die ebenfalls in der Moskitia anzutreffen sind. Er entstammt einem Stamm
von Indigenas, den Miskito, welche lange vor der Entdeckung Amerikas durch
Kolumbus aus Südamerika gekommen sind. Sie haben sich zuerst entlang
der Karibikküste von Honduras und Nicaragua niedergelassen. Über
die Flüsse wie den Rio Patuca sind die Miskitos und ihnen verwandte
Stämme (z.B. die Tawahka) ins Landesinnere vorgedrungen und haben
Siedlungen im tropischen Regenwald errichtet. In dem Ort Krausirpe sowie
den benachbarten Dörfern am Mittellauf des Rio Patuca leben heute
neben den Miskitos die letzten ca. 1,000 Tawahkas - Indigenas. Lange vor
der Eroberung der Spanier haben die Tawahkas gelernt, im und vom Regenwald
zu leben. Eine sehr wichtige Funktion erfüllt dabei der Rio Patuca
bis heute: er ist Hauptverkehrsweg für die typischen Einbaumkanus
(in deren Herstellung die Tawahkas übrigens wahre Meister sind) und
Nährstofflieferant für die Felder in einem. Der tropische Regenwald
um Krausirpe ist reich an Tieren und Pflanzen, die als Ernährung
und als Heilpflanzen den Menschen von großem Nutzen sind.
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Krausirpe und Umgebung mit seinen seltenen teils vom Aussterben bedrohten
Tieren und Pflanzen (z.B. Tapir, Jaguar, Grüner und Roter Ara, Königsgeier,
Harpyie-Adler, Krokodil, Großer Ameisenbär) sind nicht nur
ein Naturparadies. Goldsucher, Rinderzüchter, Holzhändler und
landlose Campesinos sind auch in Honduras stets auf der Suche nach Land
und verwandeln stetig den tropischen Regenwald mit all seiner Biodiversität
in eine der Viehzucht dienenden Weidelandschaft. Den Siedlern ist es selten
möglich, auf einem Stück Land sesshaft zu werden, da es ihnen
an ackerbaulichen Kenntnissen und zumeist auch an Bildung überhaupt
mangelt.
In Zusammenarbeit mit den Tawahkas und anderen in der Region tätigen
Organisationen und Menschen organisiert der deutsche gemeinnützige
Verein "Patuca e.V." Naturschutzprojekte in der Region, wie
z.B. die Errichtung einer Modellfinca für Campesinos. Moderne Methoden
des Ackerbaus im Regenwald sollen den Siedlern vermittelt werden und helfen,
auf dem von ihnen zuvor gerodetem Land dauerhaft sesshaft zu werden. Der
Zuzug weiterer Siedler soll verhindert werden. Dem Besucher werden die
Gegensätze der Region und seiner Bewohner nicht vorenthalten. Im
Gegenteil, es soll auf der gemeinsamen Reise neben der schönen Natur
auch hinter die Kulissen geblickt werden. Hautnah erfährt man, was
es bedeutet, im tropischen Regenwald zu leben. Die Unterkünfte während
einer Reise in der Region befinden sich in den Dörfern, sie sind
sehr einfach und ortstypisch. Wanderungen im Regenwald finden stets mit
einem einheimischen Führer statt, der die lokale Natur sehr gut kennt
und erklärt. Die täglichen Wanderungen werden unter Berücksichtigung
der jeweiligen Kondition und der Bedürfnisse der Besucher durchgeführt.
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