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Halsbandpekari (Tayassu tajacu)
Ein Halsbandpekari sieht einem mittelgrossen Hausschwein sehr ähnlich.
Es ist etwa 1 Meter lang, 30 bis 40 cm gross und wiegt zwischen 16 und
35 kg. Ihr Fell ist gräulich, dabei besteht jede einzelne Borste aus
sich abwechselnden weissen und schwarzen Ringen. Die Borsten werden dem
Ende entgegen dunkler, nahezu schwarz. Es stellt seine vorderen
Rückenborsten zu einer beeindrucken Mähne auf, wenn es aufgeregt oder
verängstigt ist. Es zeichnet sich durch ein gelbes Band aus, das sich
über den Hals und die Schultern zieht. Sein breiter Kopf mit kleinen
aufgerichteten spitzen Ohren endet in einer Schnauze, die es benutzt,
um im Boden nach Futter zu graben.
Halsbandpekari findet man
in Gruppen von 5 bis 15 oder mehr Individuen. Ein einer Region gibt es
gewöhnlicherweise mehr als ein Herde. Jede Herde lebt jedoch in einem
eigenen Territorium von 0,7 bis 1,5 km2. Sie halten sich bevorzugt in
dichtbewachsenen feuchten Gebieten auf, die ihnen reichlich Futter
bieten, dort bewegen sie sich sehr vorsichtig und sind ständig auf der
Hut. Innerhalb ihres Territoriums benutzen sie immer die gleichen
Routen. Bei der Futtersuche bewegen sie sich in einer Reihe vorwärts,
während die älteren Männchen die Gruppe anführen und sich die Weibchen
mit den Jungen in der Mitte befinden beschützen die jungen Männchen das
Ende.
Halsbandpekaris sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Früchten,
Sprösslingen, Samen und Wurzeln, und zum Ärgernis der Farmer verwüsten
sie auch oft ganze Felder. Die vegetarische Kost schmücken sie mit
Würmern, Insekten und Larven, und wann immer möglich mit einer
gelegentlichen Eidechse, Schlange, einem kleinen Voegel oder Nagetier.
Man findet sie gewöhnlich früh morgens oder am späten Nachmittag auf
der Futtersuche. Die Weibchen erreichen ihre Geschlechtsreife nach 1
Jahr, die Männchen bereits nach 10 Monaten. Nach einer Schwangerschaft
von 3 bis 4 Monaten gebären sie 1 bis 4 Junge, normalerweise 2.
Ihre Feinde setzen sich aus Jaguaren, Pumas, Ozeloten und teilweise
Kojoten zusammen, denen sich einen Herde Pekaris auch stellt, teilweise
erfolgreich. Von Menschen werden sie wegen ihres Fleisches gejagt, aber
auch wegen ihrer Angewohnheit, sich in Blumen- und Gemüsegärten
auszuleben. Ihre größte Bedrohung bleibt jedoch die Zerstörung ihres
Lebensraumes.
Halsbandpekaris konnte man früher in ganz
Honduras finden. Heutzutage ist ihr Bestand nur in abgelegenen
unbewohnten Regionen zu finden, sowie in vielen unberührten entlegenen
Kernzonen vieler Naturschutzgebiete. Während eines Besuchs in einem
entlegeneren wenig besuchten Nationalpark treffen Sie mit viel Glück
auf eine Herde Halsbandpekaris bei der Futtersuche, es ist jedoch eher
wahrscheinlich auf ihre Pfade im dichten Unterholz zu stoßen.
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