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Cusuco National Park

Um die höchste Erhebung der Bergkette Merendon südwestlich der Industriestadt San Pedro Sula, auf einer Höhe von durchschnittlich 1.800 m, liegt der Nationalpark Cusuco. Das Schutzgebiet umfasst insgesamt 222 km². Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurden große Teile der Region von einer nordamerikanischen Holzfirma ausgebeutet. Inzwischen hat sich der Wald wieder erholt und der 1987 deklarierte Nationalpark bildet eine interessante, tier- und pflanzenreiche Mischung aus Sekundär- und verbliebenen Resten des Primärwaldes. In den Monaten März bis Mai ist in den frühen Morgenstunden der Ruf des Quetzal, des heiligen Vogel der Maya und Azteken, zu hören. Weiterer endemische Vogelarten sind der Grüne Tukan und der Hilguero. Vom Besucherzentrum aus führen vier gut gewartete Wanderwege von einem bis drei Kilometern Länge durch den Nationalpark.


Lage

Auf einer Höhe von durchschnittlich 1.800 m über dem Meeresspiegel befindet sich die Cordillera de Merendón. Um die höchste Erhebung dieser Bergkette herum (2.240 m) befindet sich der Nationalpark Cusuco. Man gelangt in den Cusuco am besten von dem 40 km entfernt gelegenen San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt Honduras'. Von dort geht es auf zunächst guter Straße in Richtung der Mayastätte Copan. Doch Vorsicht, nach der Abzweigung in Cofradia geht es weiter per Allradfahrzeug hinauf in die Berge.


 

Größe und Gründung des Parks

Das 1987 zum Nationalpark deklarierte Schutzgebiet umfasst insgesamt 234 km², mit einer Kernzone von 24,71 km². Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurden große Teile der Region Cusuco von einer nordamerikanischen Holzfirma ausgebeutet. Aus dieser Zeit stammt noch die heutige Zufahrtsstraße. Am ehemaligen Camp der Holzfäller befindet sich heute das Besucherzentrum. Nachdem die Holzfäller große Teile der mittleren Lagen ausgebeutet hatten und die Region verließen, wurde 1959 die Region als Waldreservat deklariert. Inzwischen hat sich der Wald wieder erholt, und bildet eine interessante, tier- und pflanzenreiche Mischung aus Sekundär- und verbliebenen Resten des Primärwaldes. Cusuco ist der ortsübliche Name für das Gürteltier "Dapsypus novemcinctus", einem kleinen Säugetier mit Verbreitungsgebiet von den südlichen USA bis nach Mittelamerika. Das frühere Holzfällercamp erhielt den Namen Cusuco von den Einheimischen aufgrund der Ähnlichkeit zwischen dem Panzer eines Gürteltieres und den Abdeckungen der Holztraktoren.


 

Natürliche Umgebung und Bedeutung des Parks

Seiner Höhenlage und der steten Nebel wegen verdankt der Nationalpark die biologische Einstufung als Bergregenwald, häufig auch als Nebel- oder Wolkenwald bezeichnet. Nebelwälder sind Laubwälder, in Höhen zwischen 1.500 und 2.500 m zu finden. Sie verdanken ihren Namen den sie stets umhüllenden Wolken, kondensierter Feuchtigkeit aus der vom karibischen Meer anströmenden und von den Bergen in die Höhe (und Kälte) gezwungenen Meeresluft. Die Pflanzenwelt hat sich auf den steten horizontalen Nieselregen, oder einfach Nebel eingestellt. Viele Pflanzen sind in der Lage, direkt aus der feuchten Luft das Wasser zu gewinnen. Viele verschiedene Arten wuchern auf den Ästen und an den Stämmen der Bäume, ohne diesen Nährstoffe oder Licht zu entziehen. Flechten und Moose verleihen dem Wald den letzten Schliff, verwischen Konturen, und erschaffen so die typische mystische Atmosphäre eines Bergregenwaldes. Die Baumfarne verleihen dem Nationalpark ein urzeitliches Aussehen und gehören mit bis zu 20 m Höhe zu den größten ihrer Art auf dem amerikanischen Kontinent.

Nicht nur für die Besucher des Nebelwaldes, sondern auch für die Anwohner der Region hat der Nationalpark eine eminent wichtige Bedeutung: Trinkwasser. Nebelwälder sind Wasserspeicher. Die Vegetation saugt das Wasser aus der Luft. Sind die Pflanzen erst einmal mit Wasser gesättigt, so läuft es am Stamm der Bäume oder tropft über Blattspitzen auf den Boden herunter. Der lockere Boden wird nur sehr selten von starken Regenfällen heimgesucht und somit weder verdichtet noch erodiert. Wie ein Schwamm saugt der Boden das Wasser auf, und speichert es in den darunter liegenden Gesteinsschichten. Auch in der trockenen Jahreszeit sickert stets genügend Wasser aus dem Gestein, um die Stadt San Pedro Sula mit Trinkwasser zu versorgen.


 

Tierwelt

Vor allem in den Monaten März bis Mai kann man im Cusuco schon vom Camp aus kurz nach Sonnenaufgang den Ruf des Quetzal hören, dem heiligen Vogel der prä-kolumbischen Kulturen der Maya und Azteken. Alten Legenden nach stammt die leuchtend rote Brust des Quetzal Vogels vom Blut des letzten Herrschers der Azteken, Moctezuma, und von den Anführern der Maya. Nach den verlorenen Schlachten ließen sich die Göttervögel auf den toten Kriegern nieder und nahmen deren Seelen mit in die andere Welt. Dabei wurden die Brustfedern mit dem Blut getränkt, dessen Farbe sie bis heute auf der Brust tragen. Quetzale leben ausschließlich in den Bergregenwäldern Mittelamerikas. Ein weiterer endemischer Vogel in den Nebelwäldern vom Mittelamerika ist der Grüne Tukan. Man kann im Cusuco Nationalpark weitere Tiere entdecken, wie den Hilguero. Die kleine unscheinbare Singvogelart hat durch den hellen und klaren Gesang Dichter und Musiker inspiriert. Eine Fülle verschiedener Früchte und der abenteuerlichsten Insekten dient diesen und anderen Vögeln als Futter. Pumas und Ozelots stehen am Ende der Nahrungskette, und erfreuen sich unter anderem an Wasch- und Nasenbären, Wildschweinen, oder Agoutis (großen Nagetieren).


 

Aktivitäten

Cusuco verfügt über ein gut ausgebautes System an Wanderwegen. Vier Wege führen vom Besucherzentrum aus auf Längen von einem bis drei Kilometern durch den Nationalpark. Nicht nur die Natur von Cusuco ist beeindruckend. Besonders reizvoll ist auch das harmonisch anmutende Leben in vielen der 38 Orte um den Nationalpark herum. Der Besuch einer Kaffeeplantage oder einen kleinen Finca mit Mais und Bohnen rundet das Bild des Nationalparks Cusuco ab.


 

Übernachtung / Besuchszeiten

Nahe dem kleinen Ort Buenos Aires gelegen, befindet sich das Besucherzentrum, das einfache Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Vor allem während der Regenzeit ist die Straße hinauf zum Nationalpark tückisch. Sehr steile Abschnitte sind aber auch während der Trockenzeit nur schwer mit einem normalen Fahrzeuh zu bewältigen. Es empfiehlt sich deswegen, die Auffahrt nur mit einem Allradfahrzeuh anzutreten. Auf halber Strecke zwischen Buenos Aires und dem Eingang zum Park, auf der Marke von 1.800 m, gibt es eine Schranke, die täglich um 16 Uhr geschlossen wird.

Seit Anfang des Jahres 2008 nehmen wir an einem Projekt zur Förderung des nachhaltigen Tourismus in Honduras teil. Konkret unterstützen wir die Gemeinde Buenos Aires im Einzugsgebiet des Cusuco Nationalpark bei der Instandhaltung und Vermarktung ihrer kleinen Ökoherberge. Für weitere Informationen zu diesem Projekt besuchen Sie SEEP Network.


 

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