Home › Honduras › Bay Islands › 


Guanaja

Vor einem halben Jahrtausend taufte Columbus die heutige Insel Guanaja "Insel der Pinien", als er dort auf seiner vierten und letzten Reise in die Neue Welt vor Anker ging. Obwohl es auf Roatan ein paar Pinienwälder gibt, ist Guanaja die einzige Insel, deren Vegetation überwiegend aus Koniferen besteht. Der Berg Michael Rock Peak (etwa 412 Meter hoch) macht Guanaja zur höchsten der Bay Islands. Die mit Pinien bewachsenen Berge eignen sich ausgezeichnet für Wandertouren, auf denen man wunderbare Aussichten erleben kann.

Obwohl Guanaja die einzige Insel war, die 1998 ernsthafte Schäden durch den Hurrikan Mitch erlitten hat und deren Bewohner sich fast 40 Stunden dem zerstörerischen Wind entgegenstellten, gingen diese direkt danach an den Wiederaufbau ihrer Städte. Heute ist das Leben wieder zur Normalität zurückgekehrt. Die beliebten, abgeschiedenen Tauchgebiete auf Guanaja wurden wieder in Ordnung gebracht und kurz nach dem Hurrikan wieder eröffnet. Und obwohl ein Großteil der Vegetation vom verheerenden Wind buchstäblich weggefegt wurde, hat diese sich wieder erholt und die Insel ihre üppige Pflanzenwelt zurück. Das Wichtigste für die wachsende Tourismusbranche auf Guanaja ist, dass die bekannten Korallenriffe vom Hurrikan fast ganz unbeschädigt geblieben sind.

Das Reizvolle an Guanaja ist seine Unberührtheit und Ursprünglichkeit. Es gibt nur eine schmale Straße auf der Insel, die die Städte Mangrove Bight und Savannah Bight miteinander verbindet. Fast alle Wege werden auf dem Wasser zurückgelegt. Die Mehrheit der Einwohner von Guanaja (etwa 10.000 Menschen) lebt in einem Ort, der sich Guanaja Town oder Bonacca nennt.


Die meisten erstklassigen Anlagen für Tauchsportler befinden sich an abgelegenen Stellen um die Insel herum und sind nur vom Wasser aus zugänglich. So kann der Entspannung suchende Besucher eine einmalige Abgeschlossenheit genießen. Die 45 Tauchregionen von Guanaja sind bekannt für ihre sauberen Riffe, die spitzen Felsen und vulkanischen Aushöhlungen, und das Wrack des "Jado Trader".

Außer den vielen Tauchmöglichkeiten bietet Guanaja einzigartige Erlebnisse für diejenigen, die die Umgebung über dem Wasser erkunden wollen:

Wanderungen - Eine Reihe von Pfaden durchlaufen kreuz und quer die Insel, steigen an durch Pinienwälder und führen wieder nach unten zu unberührten Stränden. Obwohl die Wege nicht markiert sind, kann man ihnen leicht folgen und ortskundige Führer geleiten den Besucher gern an die Ausgangspunkte der Pfade. Ein sehr schöner Weg führt hinter dem Flugplatz hoch in die Hügel, den Kamm entlang oberhalb von Bayman Bay und kommt bei Michael Rock heraus, wo einige der schönsten Strände von Guanaja zu finden sind. Von dort aus kann man nordöstlich den Strand entlang bis Big Gully laufen und einen 30-minütigen Seitenabstecher zu einem wunderschönen Wasserfall machen. Man kann weiter dem Strand bis zu dem typischen Inseldorf Mangrove Bight folgen, das durch den Hurrikan zerstört, aber mittlerweile wieder aufgebaut wurde. Vom westlichen Ende von Mangrove Bight aus können Ortsansässige den Beginn des Pfades zeigen, der über die Hügel runter nach Sandy Bay führt. Der Höhenpfad bietet eindruckvolle Aussichten über das strahlend blaue Wasser des Guanaja Riffs.


Der Wasserfall - Die Big Gully Wasserfälle, von den meisten "der Wasserfall" genannt, sind idyllische Wasserkaskaden, die ein ideales Motiv für ein gelungenes Foto abgeben. Ein Felsvorsprung durchquert die Felsfront des Wasserfalls, ein geradezu perfekter Ort für ein ausgefallenes Foto, wenn das Wasser um einen herum nach unten stürzt. Diese 30-minütige Wanderung von Michael Rock Beach aus hoch zum Wasserfall ist besonders bei Tauchern sehr beliebt.

Kajakfahren - In den meisten Taucherclubs stehen Kajaks zur Verfügung oder sie können gemietet werden, falls man kein Gast ist. Im Bayman Bay Club können besondere Kajaks gemietet werden, mit denen man nach Süden zum schönen Soldado Beach (wo angeblich Columbus an Land ging) und in einen ruhigen Fluss, der aus den Hügeln kommt, paddeln kann. Man kann auch mit Schnorchelausrüstung einige Minuten nördlich nach Michael Rock paddeln, wo sich einige schöne Riffe im seichten Wasser und einer der besten Strände der Insel befinden.

Fischen - Das Angeln von Knochenfischen in den seichten Stellen am südlichen Küstenriff ist fantastisch und viele Tauchclubs bieten Angelexkursionen mit Führer an. Hochseefischen ist ebenfalls möglich.