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Jaguar / Tigre Er ist das
grösste Raubtier, das es in Zentralamerika gibt. Jaguare können bis zu
zwei Meter lang werden. Trotz ihres kompakten Körperbaus können
ausgewachsene Männchen zwischen 70 und 120 kg wiegen, während die
Weibchen ein Gewicht zwischen 50 und 80 kg erreichen. Das Fell des
Jaguars ist gelblich braun bis weiss und schwarz gefleckt. Der Schwanz
ist kurz und misst weniger als die Hälfte der Kopf- und Körperlänge.
Sein Kopf, Kiefer, Vorderbeine und Eckzähne, für das Greifen und Töten
der Beute, sind riesig und äusserst stark.
Jaguare sieht man
selten bei Tageslicht, jedoch sonnen sie sich gelegentlich auf freier
Fläche. Sie verbringen die meiste Zeit des Tages in dichtem
Blätterwerk. Jaguare können sehr gut schwimmen und überqueren so
einfach Flüsse und kleine Seen, ebenfalls sind sie gute Kletterer und
ruhen zeitweise auf Bäumen.
Gewöhnlich jagen Jaguare während
der Abenddämmerung und dem Morgengrauen. Ihr Speiseplan ist
reichhaltig, er reicht von Affen, Wildschweinen, Rennmäusen, Hirschen,
Fischen bis hin zu Schildkröten. Jaguare reissen auch Nutztiere, jedoch
kommt dies nur vor, wenn ein Mangel an Wildtieren auftritt oder Siedler
in ihre Jagdgründe eindringen.
Die meiste Zeit des Jahres leben Jaguare allein, nur im August und
September treffen sie sich zur Paarung. Jedoch bleiben sie nicht für
lange Zeit zusammen. Das Weibchen kann zwei bis vier Junge bekommen.
Diese bleiben bei der Mutter für ein Jahr, um das Jagen und die
Selbstverteidigung zu erlernen, bevor sie ein selbständiges Leben
beginnen.
Früher lebten Jaguare überall in Honduras in den
Mangrovenwäldern an der Küste, den Tieflandsavannen, dem feuchten und
trockenen Buschland und den Wäldern bis zu Höhenlagen von 1.000 Metern.
Heutzutage ist der kleine verbliebene Bestand jedoch nur in
entlegeneren Gebieten zu finden. Jaguare wurden hauptsächlich wegen
ihres Felles, dem ein hoher Wert zugemessen wurde, für einen langen
Zeitraum intensiv gejagt. Heutzutage stehen die übrig gebliebenen
Jaguare vor einer noch viel größeren Gefahr, der Zivilisation und der
Abholzung. Beim Strassenbau und der Besiedlung unberührter Gebiete sind
gewöhnlicherweise die Jaguare die erste Tierart die dort verschwindet.
Anscheinend können Sie sich nicht an die Eindringung in ihren
Lebensraum gewöhnen. Jaguare brauchen ungefähr 30 km2 Jagdgrund. Je
kleiner ihr natürlicher Lebensraum wird, desto geringer wird ihr
Bestand.
In Honduars findet man Jaguare in grossen und
entlegeneren Naturschutzgebieten, darunter sind der Pico Bonito
Nationalpark, La Tigra Nationalpark, Sierra de Agalta Nationalpark,
Patuca Nationalpark und die Rio Platano Biosphäre. Einen Jaguar in
Honduras zu sichten ist sehr schwer, jedoch trägt der Besuch dieser
Gebiete dazu bei, seinen Lebensraum zu schützen und sein Überleben zu
sichern.
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