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Westindischer Manati (Seekuh) / Trichechus manatus
Ein grosses Säugetier, das zwischen 2,5 bis 3,6 Meter misst. Manatis
können bis zu 600 kg wiegen. Das Weibchen ist normalerweise etwas
grösser und schwerer als das Männchen. Manatis haben keine Ohren, sehr
kleine Augen und können durch ihre übergrossen Lungen jeweils für 15
bis 20 Minuten unter Wasser bleiben. Durch eine horizontale
Schwanzflosse und zwei seitliche Flossen bewegen sie sich vorwärts.
Ihre Haut ist gräulich mit einem leichten Blaustich. Diese ruhigen
Wassersäuger sind sowohl in Salz- als auch Süsswasser zu finden, dort
sind sie dann meist an den Mündungen von Flüssen oder Lagunen
anzutreffen, wo sie hauptsächlich nachts aktiv sind. In der
Paarungszeit bilden die Manatis, die sonst als Einzelgänger unterwegs
sind, kleine Gruppen.
Manatis verbringen einen grossen Teil
damit Nahrung aufzunehmen, durchschnittlich sind sie damit für sechs
bis acht Stunden täglich beschäftigt, in denen sie 25 bis 45 kg
Wasserpflanzen fressen. Weibchen erreichen ihre Geschlechtsreife mit
acht Jahren, die Männchen ein Jahr später. In der 13 monatigen
Schwangerschaft reift ein rosafarbenes Junges heran, das bei der Geburt
gerade mal einen Meter lang ist und um die 25 kg wiegt. Das Kalb wird
von der Mutter gefüttert und bleibt für zwei Jahre an ihrer Seite, weil
diese nur alle drei bis vier Jahre ein Junges gebären.
Früher waren die Manatis an der ganzen Küste Honduras beheimatet.
Heutzutage findet man sie nur noch in ein paar Gegenden. Im
biologischen Reservat Cuero y Salado und in den Nationalparks Punta Sal
und Punta Izopo findet man nach wie vor kleine Bestände. Auch in den
entlegenen Lagunen der Mosquita leben Manatis, jedoch liegen keine
Informationen vor wie viele es von ihnen in dieser entlegenen Region
gibt.
Manatis sind in Honduras vom Aussterben bedroht. Sie
werden immer noch von Menschen gejagt, die ihr Fleisch als Spezialität
anpreisen. Zudem werden viele Manatis durch Schiffschrauben verletzt
oder sogar getötet, da sie sehr langsame Schwimmer sind und sich somit
nicht schnell genug in sicheres Gewässer retten können. Des Weiteren
stellt die Zerstörung ihres Lebensraumes für ihr Überleben ebenfalls
eine grosse Gefahr dar.
Ein Manati zu sichten ist sehr
schwierig, wenn nicht unmöglich. Auch wenn man Reservate und
Nationalparks besucht, in denen ein kleiner Bestand vorkommt, ist die
Sicht im dunklen Wasser der Mangroven sehr getrübt. Lassen Sie sich
jedoch von dem nicht abhalten, denn Ihr Besuch in einem dieser Gebiete
trägt zur Erhaltung, dem Schutz und dem zukünftigen Überleben dieser
einzigartigen Tierart bei.
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