Cerro Azul Meambar National Park

Nur eine gute Autostunde von San Pedro Sula entfernt, am östlichen Ufer des Lago de Yojoa, befindet sich der Nationalpark Cerro Azul Meambar. Der 1987 ausgewiese Nationalpark umfasst heute insgesamt 478 km². Aufgrund seiner unterschiedlichen Höhenlagen von 415 m bis 2080 m, findet man in Cerro Azul Meambar eine große Artenvielfalt und unterschiedliche Ökosysteme. Vom Kiefernwald über den tropischen Regenwald bis hin zum Bergregenwald gibt es verschiedenartige Waldzonen auf engem Raum. Die Region um den Yojoasee ist die Heimat oder vorübergehender Aufenthaltsort für viele (Zug-) Vögel. Mehr als 170 Vogelarten können im Nationalpark gefunden werden. Das Besucherzentrum ist Ausgangspunkt für verschiedene Wanderpfade, die Wandermöglichkeiten von unterschiedlicher Länge und für verschiedenste Ansprüche bieten.


Lage

Nur eine gute Autostunde von San Pedro Sula entfernt, am östlichen Ufer des Lago de Yojoa, befindet sich eine ausgedehnte Bergregion mit unberührtem Wald, in dem tropische Vögel wie z.B. Tukane, Truthähne, Loras, Motmots und viele weitere Arten der örtlichen Fauna eine Zuflucht vor der menschlichen Besiedlung gefunden haben. Hier liegt der Nationalpark Cerro Azul Meambar, ein Pflichtziel für Naturliebhaber in Honduras.


 

Größe und Gründung des Parks

Das 1987 als Nationalpark ausgewiesene Gebiet (Gesetz # 87-87) Cerro Azul Meambar umfasst insgesamt 478,37 km², die Kernzone immerhin 49,42 km². Der Nationalpark befindet sich auf einer durchschnittlichen Höhe von 1.800 m über dem Meeresspiegel (höchster Punkt 2.047m). Von verschiedenen Stellen hat man eine wunderbare Aussicht über den Lago de Yojoa und hin zu den anderen Bergen der Region. Seiner Höhenlage und der steten Nebel wegen verdankt der Nationalpark die biologische Einstufung als Bergregenwald, häufig auch als Nebel- oder Wolkenwald bezeichnet.


 

Natürliche Umgebung und Bedeutung des Parks

Im Nationalpark Serro Azul Meambar findet man vom Kiefernwald über den tropischen Regenwald bis hin zum Bergregenwald verschiedenartige Waldzonen auf engem Raum. Diese verschiedenen Vegetationstypen machen den Nationalpark Cerro Azul Meambar zu einer besonders artenreichen Region mit hoher Biodiversität. Vor allem in den oberen Bereichen des Bergregenwaldes sind endemische Tiere und Pflanzen keine Überraschung. Diese Arten sind so sehr an den Lebensraum angepasst oder haben keine Möglichkeit zur Fortbewegung, dass ihnen ein enger Kontakt mit gleichartigen Wesen aus anderen Bergregionen nicht möglich war.

Nebelwälder sind Laubwälder, in Höhen zwischen 1.500 und 2.500 m zu finden. Sie verdanken ihren Namen den sie stets umhüllenden Wolken. Die Pflanzenwelt hat sich auf den steten horizontalen Nieselregen (oder einfach Nebel) eingestellt: Viele Pflanzen, die sogenannten Epiphyten, sind in der Lage, direkt aus der feuchten Luft das Wasser zu gewinnen. Sie wuchern auf den Ästen und an den Stämmen der Bäume, ohne diesen Nährstoffe oder Licht zu entziehen. Flechten und Moose verleihen dem Wald den letzten Schliff, verwischen Konturen und erschaffen so die mystische Atmosphäre der Bergregenwälder.

Auch für die Anwohner der Region hat der Nationalpark eine eminent wichtige Bedeutung: Trinkwasser und elektrischer Strom. Nebelwälder sind Wasserspeicher. Die Vegetation saugt das Wasser aus der Luft. Sind die Pflanzen erst einmal mit Wasser gesättigt, so läuft es am Stamm der Bäume oder tropft über Blattspitzen auf den Boden herunter. Der lockere Boden saugt wie ein Schwamm das Wasser auf, und speichert es in den darunter liegenden Gesteinschichten. Auch in der trockenen Jahreszeit sickert stets genügend Wasser aus dem Gestein, welches zu ungefähr 60% in den Stausee von El Cajon, dem größten Kraftwerk des Landes, fließt. Auch am Abfluss des Lago de Yojoa erzeugen Turbinen durch die Kraft des Wassers Energie. 30% des Wassers aus dem Nationalpark fließen in diesen größten Binnensee des Landes, und die übrigen 10 % dienen der Trinkwasserversorgung.


 

Tierwelt

Cerro Azul Meambar beheimatet aufgrund seiner verschiedenen Höhenlagen und Ökosysteme eine vielfältige Tierwelt. Jaguare, Ozelots, Nabelschweine, Nasenbären, Tapire, Brüll- und Klammeraffen sowie Weißschulterkapuziner zählen zu den 50 Säugetierarten, die bisher im Park gesehen wurden. Viele dieser Tierarten bewohnen vor allem die steilen, unzugänglichen, hoch gelegenen Regionen des Nationalparks. Diese Gebiete stellen einen sicheren Zufluchtsort weit weg von den Menschen dar. Mehr als 170 Vogelarten können im Park gefunden werden. In den niedrigeren Regionen sind Fischertukane, Sägeracken, Tangaren und viele weitere Arten des tropischen Regenwalds beheimatet. In den höhere gelegenen Regionen leben grüne Tukane, Trogone, Quetzals und andere endemische Arten des Nebelwalds.


 

Aktivitäten

Während eines Aufenthaltes in dem Nationalpark erschließt sich dem Besucher eine Landschaft, wie man sich den Garten Eden vorstellt. Eine Vielzahl von Bächen und Wasserfällen und die üppige tropische Vegetation verleihen dem Nationalpark eine unvergleichliche Schönheit. Vom Besucherzentrum führen drei Wanderwege unterschiedlicher Länge und mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad durch den Nationalpark. So können Wanderer mit den unterschiedlichsten Ansprüchen ihrer Lauflust nachgehen. Kurze Wanderungen führen in den tropischen Regenwald hinein. Eine längere Wanderung von drei bis vier Stunden ist nötig, um in den höher gelegenen Bergregenwald zu gelangen. Es wird empfohlen, sich von einem lokalen Führer begleiten zu lassen.


 

Übernachtung / Besuchszeiten

Das Besucherzentrum, ein etwas pompöser Name für den rustikalen und zweckmäßigen Holzbau, dient als Gemeinschaftsraum für das Essen und für Versammlungen. Der Strom kommt auch hier aus der Steckdose und wird mittels Sonnenenergie produziert. Geschlafen wird in Steinblockhäuschen, jedes mit eigener Dusche. Das Besucherzentrum befindet sich nur 20 Minuten von der Hauptstraße zwischen San Pedro Sula und Tegucigalpa entfernt, und es kann nahezu ganzjährig mit normalen Fahrzeugen über einen Schotterweg erreicht werden.


 

Private Touren