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Nationalparks in Honduras

In Honduras zählen wir nicht weniger als 107 Naturschutzzonen, von denen 40 als Biosphären-Reservate oder zu Nationalparks erklärt wurden. Nationalparks sind relativ große Naturräume mit typischer und durch den Menschen möglichst unberührter Natur. Sie besitzen neben der landschaftlichen Schönheit einen besonders hohen Wert für den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten, für die Forschung, sowie für die Bildung und Erholung. Nachstehend haben wir Ihnen die wichtigsten beschrieben. Alle diese Schutzzonen können Sie zusammen mit unseren qualifizierten Reiseleitern besuchen.

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Celaque National Park

Nur 7,5 km von der historischen Kleinstadt Gracias entfernt, im Westen Honduras, erhebt sich der imposante Nationalpark Celaque. Im 1987 ausgerufenen Nationalpark stehen insgesamt 267 km² unter Naturschutz. Celaque kommt aus der Sprache der Lenca Indianer und bedeutet soviel wie "Wasserkasten". Dank seiner Bergregenwälder ist der Nationalpark ein Wasserspeicher für die umliegenden Orte und versorgt diese ganzjährig mit Trinkwasser. Der Cerro Las Minas, mit seinen 2.849 m höchster Berg Honduras', befindet sich in Celaque. Der Park zeichnet sich durch seine Biodiversität aus. Aus der reichhaltigen Fülle der Tiere lassen sich Jaguare, Pumas, Ozelots, Nasenbären, Waschbären und Tapire hervorheben. Es gibt zwei Wanderwege, von denen der kürzere und einfachere zu einem Wasserfall führt. Der Aufstieg zum Hochplateau dauert 7 bis 8 Stunden, in eine Richtung.

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Cerro Azul Meambar National Park

Nur eine gute Autostunde von San Pedro Sula entfernt, am östlichen Ufer des Lago de Yojoa, befindet sich der Nationalpark Cerro Azul Meambar. Der 1987 ausgewiese Nationalpark umfasst heute insgesamt 478 km². Aufgrund seiner unterschiedlichen Höhenlagen von 415 m bis 2080 m, findet man in Cerro Azul Meambar eine große Artenvielfalt und unterschiedliche Ökosysteme. Vom Kiefernwald über den tropischen Regenwald bis hin zum Bergregenwald gibt es verschiedenartige Waldzonen auf engem Raum. Die Region um den Yojoasee ist die Heimat oder vorübergehender Aufenthaltsort für viele (Zug-) Vögel. Mehr als 170 Vogelarten können im Nationalpark gefunden werden. Das Besucherzentrum ist Ausgangspunkt für verschiedene Wanderpfade, die Wandermöglichkeiten von unterschiedlicher Länge und für verschiedenste Ansprüche bieten.

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Cuero & Salado Wildlife Reserve

Nur rund 30 km westlich der karibischen Hafenstadt La Ceiba gelegen, befindet sich das Wildreservat Cuero y Salado. Es ist benannt nach 2 Flüssen, die sich aus den Bergen hinter La Ceiba dem Meer entgegenschlängeln und hier münden. Um seine gefährdeten Seekuh-Population und die küstennahen Feuchtgebiete zu schützen, wurde Cuero y Salado im Jahr 1986 als Schutzgebiet ausgerufen. Mangrovenwälder dominieren die Fluss- und Kanalregionen. Cuero y Salado beherbergt die vom Aussterben bedrohten Seekühe und zwei Kaimanarten. Die Naturschutzbemühungen konnten die Jagd auf die Tiere inzwischen eindämmen und so den Bestand sichern. Cuero y Salado kann von La Ceiba aus auf einem Tagesausflug besucht werden. Im 132 km² großen Schutzgebiet werden zweistündige Bootstouren zu den Mangroven angeboten.

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Cusuco National Park

Um die höchste Erhebung der Bergkette Merendon südwestlich der Industriestadt San Pedro Sula, auf einer Höhe von durchschnittlich 1.800 m, liegt der Nationalpark Cusuco. Das Schutzgebiet umfasst insgesamt 222 km². Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurden große Teile der Region von einer nordamerikanischen Holzfirma ausgebeutet. Inzwischen hat sich der Wald wieder erholt und der 1987 deklarierte Nationalpark bildet eine interessante, tier- und pflanzenreiche Mischung aus Sekundär- und verbliebenen Resten des Primärwaldes. In den Monaten März bis Mai ist in den frühen Morgenstunden der Ruf des Quetzal, des heiligen Vogel der Maya und Azteken, zu hören. Weiterer endemische Vogelarten sind der Grüne Tukan und der Hilguero. Vom Besucherzentrum aus führen vier gut gewartete Wanderwege von einem bis drei Kilometern Länge durch den Nationalpark.

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Jeanette Kawas (Punta Sal) National Park

Nahe der karibischen Hafen- und Bananenstadt Tela an der honduranischen Nordküste befindet sich der Nationalpark "Janeth Kawas", vormals Punta Sal genannt. Der 1988 ausgerufene Nationalpark hat eine Fläche von 782 km² und schützt eine der vielfältigsten Regionen in Honduras. Es gibt tropischen Regenwald, Mangrovensümpfe, küstennahe Feuchtgebiete, Lagunen, Flüsse, Kanäle, sowie Felsküsten und Sandstrände. Außerdem liegt das zweitgröße Korallenriff der Welt nur wenige Meter von der Küste entfernt. Ca. 1500 Garifuna leben in kleinen Dörfern rund um das Naturschutzgebiet. Ihre zeitlosen Dörfer und die lebhafte Kultur bilden einen weiteren Höhepunkt dieses Reservates. Punta Sal kann bei einer Bootstour von Tela aus besucht werden.

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Lancetilla Botanical Gardens

Nahe der Karibikstadt Tela liegt der botanische Garten Lancetilla, der zweitgrößte botanische Garten weltweit. Der botanische Garten wurde im Jahre 1926 von der Bananengesellschaft United Fruit Company als Experimentierzentrum für verschiedene Bananenarten angelegt. Im Laufe der Zeit wurden Pflanzen aus der ganzen Welt angesiedelt. 1974 wurde das Gebiet dem honduranischen Staat überschrieben. Aufgrund der großartigen Pflanzenvielfalt bietet der botanische Garten Lebensraum für viele verschiedene Tierarten. Bislang wurden 365 Vogelarten gezählt, darunter Papageien, Tukane, Prachtmeisen und Motmots. Es können geführte Touren organisiert oder Wegekarten im Besucherzentrum gekauft werden.

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La Tigra National Park

Nur 11 km von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt befindet sich der älteste Nationalpark von Honduras, La Tigra. Die Region wurde 1958 als Waldreservat und 1980 als Nationalpark deklariert. Mit einer Ausdehnung von 329 km² ist La Tigra der größte verbleibende Naturraum um Tegucigalpa und wird daher auch als “Lunge der Hauptstadt” bezeichnet. In den niedrigen Regionen des Parks besteht die Vegetation aus Nadelbäumen, über 1.500 m beginnt der Bergnebelwald. Die auffallendsten Säugetiere im Park sind Raubkatzen wie Jaguar, Ozelot und Langschwanzkatze. La Tigra verfügt über zwei Eingänge und Besucherzentren. Insgesamt gibt es sechs gut gewartete Wanderwege, die Wanderungen in Länge von einer bis fünf Stunden ermöglichen.

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Patuca National Park

Der im Jahr 1999 deklarierte Nationalpark Patuca ist einer der jüngsten Nationalparks in Honduras. Er liegt im Osten Honduras’ an der Grenze zu Guatemala und erstreckt sich über eine Fläche von 2.200 km². Zusammen mit der Río Plátano Biosphäre und dem Tawanka Reservat bildet Patuca den größten tropischen Regenwald Zentralamerikas. Patuca hat eine große Bedeutung für viele bedrohte Tierarten, die ein weitreichendes Territorial brauchen, wie z.B. Tapire, Jaguare und die großen Ameisenbären. Tukane, Ararauna, Pinkreiher und andere exotische Vögel bereichern diesen Wald. Der Park ist sehr entlegen und schwer zugänglich. Es wird empfohlen, den Park mit einem Reiseveranstalter zu erkunden.

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Pico Bonito National Park

Der Nationalpark Pico Bonito ist einer der schönsten Nationalparks Honduras. Er ist Teil der Bergkette “Nombre de Dios” an der honduranischen Nordküste, nur wenige Kilometer hinter den karibischen Stränden und der Küstenstadt La Ceiba gelegen. Die steil aufsteigenden Hängen des 1987 gegründeten Nationalparks schützen auf natürlich Weise die Vegetation, die zu 85% aus primärem Tropenwald besteht. Der höchste Gipfel, der "Pico Bonito", erreicht stolze 2.436 m und ist damit der dritthöchste Berg des Landes. Der Park ist Zuhause für eine Vielzahl an Tierarten, wie z.B. Tapir, Waschbär, Puma, Klammer-, Weißgesicht- und Brüllaffe. Auf verschiedenen Pfaden können Wanderungen von unterschiedlicher Länge unternommen werden. Bis zum Gipfel zu gelangen, bleibt aber nur speziellen Expeditionen vorbehalten.

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Punta Izopo National Park

An der honduranischen Nordküste nahe der Küstenstadt Tela gelegen befindet sich der Nationalpark Punta Izopo. Seit er 1996 von der Ramsar Konvention als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung deklariert wurde, wird der Park geschützt. Punta Izopo setzt sich aus Mangrovenwäldern, tropischem Regenwald, sumpfigen Wiesen sowie Flüssen, Lagunen und Küstenkanälen zusammen. Aufgrund dieser Vielzahl an Ökosystemen ist der Nationalpark Zuhause für eine große Zahl an Tieren. Hier sind unter anderem mehrere in Honduras vom Aussterben bedrohte Reptilien beheimatet, wie z.B. das Spitzkrokodil und vier Arten von Meeresschildkröten: die Suppenschildkröte, die Lederschildkröte sowie die echte und die unechte Karettschildkröte. Bei einer Tour erkundet man das Labyrinth aus Mangroven, Kanälen und Flüssen im Kayak, um sich Wasservögeln und anderen Tieren lautlos zu nähern.

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Río Plátano Biosphere

1980 erklärte das honduranische Parlament die "Reserva de la Humanidad y Biosfera Río Plátano" zum Naturschutzgebiet. Im gleichen Jahr wurde das Reservat zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Das Biosphärenreservat ist im Nordosten Honduras gelegen und umfasst eine Fläche von 5,251 km². Das Gebiet zeichnet sich durch eine große Biodiversität aus: Weitläufige Mangrovenwälder, Kiefernwälder, Savannen, tropischer Regenwald, sowie Sandstrände und Lagunen an der Küste kennezeichnen das Reservat. Pro Quadratkilometer beherbergt das Rio Platano Biosphärenreservat mehr Baumarten als der Amazonas. Zudem gibt es mehr als 80 archäologische Stätten, die bisher jedoch kaum erforscht sind. Es ist möglich das Biosphärenreservat auf eigene Faust zu erkunden. Aufgrund seiner Abgelegenheit und der kaum entwickelten Infrastruktur wird jedoch empfohlen mit einem Reiseveranstalter zu reisen.

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