La Tigra National Park

Nur 11 km von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt befindet sich der älteste Nationalpark von Honduras, La Tigra. Die Region wurde 1958 als Waldreservat und 1980 als Nationalpark deklariert. Mit einer Ausdehnung von 329 km² ist La Tigra der größte verbleibende Naturraum um Tegucigalpa und wird daher auch als “Lunge der Hauptstadt” bezeichnet. In den niedrigen Regionen des Parks besteht die Vegetation aus Nadelbäumen, über 1.500 m beginnt der Bergnebelwald. Die auffallendsten Säugetiere im Park sind Raubkatzen wie Jaguar, Ozelot und Langschwanzkatze. La Tigra verfügt über zwei Eingänge und Besucherzentren. Insgesamt gibt es sechs gut gewartete Wanderwege, die Wanderungen in Länge von einer bis fünf Stunden ermöglichen.


Lage

Nur 30 km von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt befindet sich Honduras’ ältester Nationalpark, La Tigra. Der Park besteht aus Kiefern- und Bergregenwald. Es gibt zahlreiche Flüsse und Wasserfälle, sowie eine große und vielfältige Säugetierpopulation, wenn auch diem meisten davon sehr scheu sind. Mit mehr als 200 verschiedenen Vogelarten ist La Tigra einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung in Honduras.


 

Größe und Gründung des Parks

Mit einer Größe von 329 km² ist der Nationalpark der größte noch verbliebene Naturraum in der Umgebung von Tegucigalpa und wird treffenderweise "Lunge der Hauptstadt" genannt. Sein Name "La Tigra" bezeichnet das Weibchen des Jaguars, den man in der Umgangssprache in Mittelamerika "tigre" nennt. 1958 wurde hier die "Reserva Forestal Nr.1" ausgerufen, und diese 1980 per Gesetz Nr.976 zum Nationalpark "befördert". Der Bergregenwald, oder auch Nebelwald genannt, produziert etwa 40% des Trinkwassers für die Einwohner der Hauptstadt Tegucigalpa.


 

Natürliche Umgebung und Bedeutung des Parks

Seiner Höhenlage und der steten Nebel wegen verdankt der Nationalpark die biologische Einstufung als Bergregenwald, häufig auch als Nebel- oder Wolkenwald bezeichnet. Nebelwälder sind Laubwälder, in Höhen zwischen 1.500 und 2.500 m zu finden. Sie verdanken ihren Namen den sie stets umhüllenden Wolken, kondensierter Feuchtigkeit aus der vom pazifischen und karibischen Meer anströmenden und von den Bergen in die Höhe (und somit Kälte) gezwungenen heißen Meeresluft. Die Pflanzenwelt hat sich auf den steten horizontalen Nieselregen eingestellt: viele Pflanzen - die sogenannten Epiphyten - sind in der Lage, direkt aus der feuchten Luft das Wasser zu gewinnen. Dazu zählen die für die tropischen und subtropischen Bereiche Amerikas charakteristischen Bromelien und Tilandsien, sowie die artenreichste Pflanzenfamilie der Erde: die Orchideen. Zwischen August und November blühen besonders viele der Bromelien und Orchideen. Die verschiedensten Gewächse wuchern auf den Ästen und an den Stämmen der Bäume, ohne diesen Nährstoffe oder Licht zu entziehen. Flechten und Moose verleihen dem Wald den letzten Schliff, verwischen Konturen, und erschaffen so die mystische Atmosphäre der Bergregenwälder.

Nicht nur für die Besucher des Nebelwaldes, sondern auch für die Anwohner der Region hat der Nationalpark eine eminent wichtige Bedeutung: Trinkwasser. Nebelwälder sind Wasserspeicher. Die Vegetation saugt das Wasser aus der Luft. Sind die Pflanzen erst einmal mit Wasser gesättigt, so läuft es am Stamm der Bäume oder tropft über Blattspitzen auf den Boden herunter. Der lockere Boden wird nur sehr selten von starken Regenfällen heimgesucht und somit weder verdichtet noch erodiert. Wie ein Schwamm saugt der Boden das Wasser auf, und speichert es in den darunter liegenden Gesteinsschichten. Auch in der trockenen Jahreszeit sickert stets genügend Wasser aus dem Gestein, welches –wie bereits erwähnt- zur Trinkwasserversorgung der über eine Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Tegucigalpa beiträgt. Die Frage, was denn die Regierung gerade zur Deklaration dieses Gebietes bewogen hat, erübrigt sich damit.


 

Tierwelt

In La Tigra sind drei Amphibien- und dreizehn Reptilienarten beheimatet, zwei davon sind äußerst selten und zwei giftig (Micrurus nigrocinctus and Bothrops godmani). Aus dieser Gruppe sticht besonders der Malachitgrüne Stachelleguan hervor, der von den Einheimischen für giftig gehalten wird. Mit über 30 Arten, ist die Gruppe der Säugetiere die zweitgrößte in La Tigra. Mehrere Arten sind äußerst selten oder sogar vom Aussterben bedroht. Die auffälligsten Säugetiere sind die Raubkatzen. Jaguare, Ozelots und Langschwanzkatzen bewohnen den Nationalpark. Auch Nabelschweine, Tapire, Agutis, Nasenbären und Gürteltiere haben hier eine Heimat gefunden.

Die Gruppe der Vögel ist die zahlenmäßig größte. Im Park gibt es insgesamt 39 Familien mit mehr als 200 Arten. Einige davon sind Zugvögel, manche vom Aussterben bedroht, wie der Crax rubra und die Familie der Trogone, zu denen der Quetzal zählt. Sollte man es darauf abgesehen haben, einen Quetzal zu Gesicht zu bekommen, so stehen die Chancen darauf in den Monaten März bis Mai günstig. Dann ist der Quetzal in der Balzzeit und grenzt sein Revier durch laute charakteristische Rufe ab. Ansonsten sind diese in ihrer Umgebung sehr gut getarnten Vögel nur schwer und eher zufällig auszumachen.


 

Aktivitäten

Im Nationalpark befinden sich gute Wanderwege für unterschiedlich schwierige Ansprüche, bei denen man zwischen einem kurzen "Beine vertreten" bis hin zu einer 5-stündigen Wanderung durch den Nebelwald auf die andere Seite des Nationalparks wählen kann.


 

Übernachtung / Besuchszeiten

Der Weg hoch zum Nationalpark führt über eine ungeteerte Straße, die offiziell ganzjährig mit normalen Fahrzeugen passierbar ist. Es ist aber in der regenreichen Hälfte des Jahres von Mai bis November empfehlenswert und sicherer, ein Allradauto zu verwenden. La Tigra verfügt über zwei Eingänge und Besucherzentren. Die besten Einrichtungen findet man in EL Rosario. Im Besucherzentrum hier gibt es Karten und viele weitere Informationen über die Gegend. Im ehemaligen Minenhospital sind acht Zimmer mit privatem Badezimmer untergebracht. Eine kleine Cafeteria kann auf eine Gruppenanfrage geöffnet werden. Camping ist auch möglich, wenn Sie Ihre eigene Ausrüstung mitbringen. Am Eingang Jutiapa kann ebenfalls gecampt werde